| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung am 22.11.2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4. Gemeinsam geht’s – Startschuss in die Kommunalwahl 2026 und Beschluss des Wahlprogramms |
| Antragsteller*in: | Kreisvorstand (dort beschlossen am: 25.09.2025) |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 27.10.2025, 16:17 |
WP2: Klima, Natur und unsere Umwelt schützen
Titel
Antragstext
In Zeiten der Klimakrise und der großen Aufgabe unser Leben nachhaltig zu
gestalten, brauchen wir einen Schwalm-Eder-Kreis, der voran geht und sich den
Aufgaben stellt.
Dafür wollen wir ganzheitliche Strategien mit konsequenten Maßnahmen für
Klimaschutz vor Ort, die Anpassung an die Klimaveränderungen, den Schutz unserer
Natur sowie unserer Wälder und unseres Wassers. Zentrale Ziele dabei sind für
uns die Klimaneutralität im Jahr 2035, der Schutz der Artenvielfalt, ein
zukunftsgerechter Waldumbau (naturnah und klimafest), eine nachhaltige
Landwirtschaft sowie der Schutz der Gewässer und vor Hochwasser.
Klimaschutz ist unsere Pflicht!
Für eine konsequente Strategie stellen wir im Schwalm-Eder-Kreis und den
Kommunen verantwortliche Klimamanager*innen ein, welche die notwendigen
Maßnahmen organisieren und auf die Einhaltung der Ziele achten.
Priorität hat hier der Ausstieg aus den Fossilien Energien und der Umstieg auf
Erneuerbare Energien. Damit die Windkraft- und Solaranlagen lokal unterstützt
werden, setzen wir uns für eine finanzielle Teilhabe ein. Die Kommunen und die
Bürger*innen sollen durch Energie-Genossenschaften davon profitieren, wenn vor
Ort Erneuerbare Energien erbaut werden. Ein weiterer wichtiger Sockel dafür ist
die kommunale Wärmeplanung. Wir wollen dafür sorgen, dass diese in jeder Kommune
im Kreis, auch interkommunal betrieben wird.
Wasser ist Leben
Durch die Klimaveränderungen werden Dürren aber auch Starkregenereignisse und
darauffolgende Hochwasser weiter zunehmen. Um die Folgen zu begrenzen und zum
Teil auszugleichen brauchen wir ein strategisches Vorgehen im Schwalm-Eder-
Kreis. Um gut auf entsprechende Ereignisse vorbereitet zu sein, wollen wir neben
den bereits etablierten Hochwasserkarten auch Starkregenkarten in den Kommunen.
Wir wollen die Maßnahmen deutlich verstärken, damit bei Starkregen das Wasser in
der Landschaft zurückgehalten wird und es in unseren Böden versickern kann.
Durch diese Maßnahme werden Überschwemmungen von Ortschaften vorgebeugt und der
Boden hat mehr Reserven bei Dürren.
Eine zweite entscheidende Option ist der Schutz der Gewässer. Naturnahe Bäche
und Flüsse sind eine Wiege des Lebens und können Hochwasser Entwicklungen
deutlich bremsen. Daher setzen wir uns für die Renaturierung der Flüsse und den
Schutz von Auen ein. Bebauungen in Hochwassergebieten oder Versickerungsflächen
lehnen wir ab.
Natur – Schützt unser Leben
Der Schutz der Natur ist der Schutz unserer Lebensgrundlagen. Die Natur reinigt
unser Wasser, hält Boden fruchtbar und vieles mehr. Doch die Natur hat immer
weniger Raum dafür und deshalb sind viele Naturleistungen wie unser Wasser oder
unsere Böden gefährdet. Hier setzen wir uns für eine Trendwende ein.
Wir setzen uns für Strategien mit naturnahen Gärten und verbundenen
insektenfreundlichen Lebensräumen ein, um z.B. die Vielfalt von Insekten wie
Bienen wieder zu erhöhen. Zur Förderung von naturnahen Gärten setzen wir
beispielsweise auf die kostenlose Entsorgung von Steingarten-Produkten oder
Aktionstagen und Workshops für naturnahe Gärten. Öffentliche Flächen wollen wir
mehr mit Wildblumen bepflanzen und Streuobstwiesen einrichten. In zwei Prozent
der Kommunalen Flächen wollen wir der Natur freien Lauf lassen und diese aus der
Nutzung nehmen.