| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung am 22.11.2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4. Gemeinsam geht’s – Startschuss in die Kommunalwahl 2026 und Beschluss des Wahlprogramms |
| Antragsteller*in: | Kreisvorstand (dort beschlossen am: 25.09.2025) |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 27.10.2025, 16:27 |
WP5: Bildung ein Leben lang
Titel
Antragstext
Demokratiebildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung sind für den Erhalt
unseres Gemeinwesens essenziell und müssen von der Kita bis zur beruflichen
Bildung ein zentraler Teil des Angebotes sein. Gerade in Zeiten eines weltweiten
Rechtsrucks, fördern wir diese von frühester Kindheit an. Im Zeitalter von
Social Media und künstlicher Intelligenz ist uns deshalb die Vermittlung einer
umfassenden Medienkompetenz besonders wichtig.
Ein guter Bildungsweg beginnt in der frühen Kindheit. Kinder und junge Familien
wollen wir deshalb frühzeitig durch ein flächendeckendes Angebot von
Familienzentren, Familienhebammen, Spiel- und Krabbelgruppen unterstützen. In
Krippen, Kitas und der Kindertagespflege finden wichtige Bildungsprozesse statt.
Neben der Bereitstellung von ausreichend Kita-Plätzen ist uns die Qualität des
Bildungs- und Betreuungsangebotes besonders wichtig. Um gut qualifizierte
Fachkräfte zu gewinnen und auch langfristig im Beruf zu halten, müssen deren
Arbeitsbedingungen weiter verbessert werden.
Wir setzen uns für verlässliche Öffnungszeiten ein, die den Bedürfnissen von
Familien gerecht werden. Wir wollen bezahlbare Kinderbetreuung. Gleichzeitig
soll der Ausbau von Kita- und Krippenplätzen weiter vorangetrieben werden.
Wir wollen Ganztagsangebote an Schulen, die Kindern Raum zum Lernen, Spielen und
Entspannen bieten – mit vielfältigen Angeboten und der Zusammenarbeit mit
lokalen Vereinen.
In der Kita, im Ganztag und auch an den weiterführenden Schulen ist ein
gesundes, nachhaltiges aber auch kindgerechtes und bezahlbares Mittagessen
wichtig. Die Schulstandorte im Schwalm-Eder-Kreis wollen wir gemäß dem Motto
„Kurze Beine-Kurze Wege“ erhalten.
Gute Schulbildung braucht starke Teams aus unterschiedlichen Berufen. Die
Schulsozialarbeit muss hierfür personell noch besser ausgestattet werden. Damit
Kinder in Krisensituationen schnell Hilfe bekommen, wollen wir mehr Personal für
die Schulpsychologie. Zusätzlich müssen die Kapazitäten in der Psychiatrie,
Psychotherapie und Psychosomatik für Kinder und Jugendliche ausgebaut werden.
Zusätzliches administratives und technisches Personal kann Lehrkräfte von
Verwaltungsaufgaben entlasten und mehr Zeit für pädagogische Arbeit freisetzen.
Die Schul-IT wollen wir deshalb personell besser aufstellen, um den ständig
steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
Digitalisierung an den Schulen muss sozial gerecht gestaltet werden. In den
höheren Jahrgängen werden zunehmend Tabletklassen eingerichtet. Hierbei ist für
Schüler*innen aus einkommensschwächeren Familien eine ausreichende Anzahl an
Leihgeräten vorzuhalten. Für wirkungsvolles digitales Arbeiten müssen die
Schulen, Lehrkräfte und Schüler*innen mit Lizenzen für Bildungssoftware und
Fortbildungsplattformen, vorzugsweise Open Source Software oder entsprechende
landeseigene Programme, ausgestattet werden.
Die Berufsschulen wollen wir stärken und die Beschulung für möglichst viele
Ausbildungsberufe an den Schulstandorten im Schwalm-Eder-Kreis sicherstellen.
Die Infrastruktur, beispielsweise Azubiwohnheime werden wir einrichten. Die
Volkshochschule fördern wir als Orte des lebenslangen Lernens, ebenso
Bibliotheken, Musikschulen, Sportvereine, Gedenkstätten und Kulturangebote. Die
Angebote der Jugendhilfe und Jugendpflege wollen wir erhalten und stärken.
Beim Bau von Bildungsstätten achten wir verstärkt auf die Klimaanpassung, z.B.
durch Verschattung von Schulhöfen.
Damit Inklusion in den Schulen gelingt, braucht es eine bessere personelle
Ausstattung, kleinere Klassengrößen, spezielle Fortbildungsangebote für
Lehrkräfte und die Bereitstellung differenzierter Lehrmaterialien. Hierfür
setzen wir uns auf Landesebene ein.